Der Gefühlskompass: Was deine Gefühle dir sagen wollen

Was sind Gefühle? Gefühle sind die Sprache deiner Seele

photo by Oscar Keys

Gefühle sind eine universelle Erfahrung, die wir alle machen, egal welchem Kulturkreis, welcher Religion, Ethnie oder Spezies wir angehören. Gefühle scheinen ein grundlegender Bestandteil unserer irdischen Erfahrung zu sein. Wir haben auf Erden die Möglichkeit, das gesamte Spektrum der Gefühle von tiefster Depression bis zur höchsten Ekstase zu erfahren. Ohne die vermeintlich schlechten Gefühle könnten wir auch die schönen, erhebenden Gefühle nicht so intensiv erleben und wertschätzen. Doch was sind Gefühle eigentlich und warum erleben wir sie?

Was sind Gefühle und welche Funktion haben sie?

Gefühle sind Energien, die von allen Lebewesen wahrgenommen werden. Es gibt sowohl niedrig- als auch hochschwingende Gefühle. Die hochschwingenden Gefühle empfinden wir als angenehm, erhebend und belebend, die niedriger schwingenden als unangenehm, belastend und negativ. Auslöser für Gefühle sind in der Regel Gedanken. Nicht eine bestimmte Situation löst positive oder negative Gefühle aus, sondern die Art und Weise wie wir darüber denken.

Gefühle hauchen unserer irdischen Erfahrung Leben ein. Ohne Gefühle wäre alles, was wir in unserem Leben erfahren, langweilig, fad und bedeutungslos. Über Gefühle können wir uns außerdem mit unseren Mitmenschen, uns selbst, der Natur, Tieren und allem, was existiert, verbinden.

Gefühle sind aber auch ein wichtiges Kommunikationsmittel der Seele bzw. deines Höheren Selbst. Über Gefühle teilt dir deine Seele in jedem Moment mit, wo du gerade stehst, ob du dich auf deinem ganz persönlichem, authentischem Lebensweg befindest und das lebst, wozu du hier bist.

Als Menschen sind wir nicht nur unser Körper, unsere Gefühle oder Gedanken. Wir sind vor allem spirituelle Wesen, die sich für einen menschlichen Körper entschieden haben, um ganz bestimmte Erfahrungen in diesem Leben zu machen. Bevor sich ein spirituelles Wesen, eine Seele, dazu entschließt, in einem Menschenkörper in der materiellen Welt zu inkarnieren, nimmt sie sich bestimmte Aufgaben und Erfahrungen vor, die sie in diesem Leben erfüllen und erleben möchte. Danach sucht sie sich die „perfekten“ Startbedingungen aus, also die Lebensumstände, eine Familie, einen physischen Körper etc., um genau diese Erfahrungen machen zu können. Perfekt steht hier in Anführungszeichen, weil diese Umstände aus menschlicher Sicht alles andere als perfekt sein können, aber eben aus der Seelenperspektive ideal sind, um bestimmte Dinge zu lernen, wie zum Beispiel ein starkes Selbstwertgefühl, bedingungslose Liebe oder Vergebung.

Mehr zum Thema: Sinn des Lebens: Was ist deine Lebensaufgabe? 

Beim Eintritt in diese Welt gehen alle Seelen durch den „Schleier des Vergessens.“ Sonst wäre es zu einfach 😉 Wir vergessen nicht nur, wer wir wirklich sind und woher wir kommen, sondern auch, was wir uns für dieses Leben vorgenommen haben. Im Laufe von Erziehung und Sozialisierung verdichtet sich der Nebel des Vergessens.

Doch zu jeder Zeit sind wir mit unserer Seele verbunden, die auf einer nicht-physischen Ebene existiert. Die Seele bzw. dein Höheres Selbst ist von diesem Vergessen nicht betroffen. Sie weiß, warum du in diesem physischen Körper inkarniert bist, was du dir für dieses Leben vorgenommen hast und sie kommuniziert ständig mit dir, um dir den Weg zu weisen.

Was sind Gefühle?

Photo by Marc-Olivier Jodoin

Deine Seele kommuniziert ständig mit dir

Wann immer du deine Aufmerksamkeit auf etwas richtest, etwas denkst, sagst oder tust, das nicht im Einklang mit deinem Seelenplan ist, schickt dir deine Seele als Signal unangenehme, schmerzhafte Gefühle wie Frust, Trauer, Zorn oder ähnliches. Sie signalisiert dir, dass du gerade nicht im Einklang mit deiner wahren Natur bist und dich durch Gedanken oder Taten von deinem eigentlichen Potential und deiner Lebensaufgabe entfernst.

Beschäftigst du dich dagegen mit einer Sache oder denkst etwas, das im Einklang mit deiner Lebensaufgabe, deinen Herzenswünschen und dem Plan deiner Seele ist, schickt sie dir angenehme Gefühle der Freude, Begeisterung, Enthusiasmus, Harmonie, des tiefen Berührt- und Bewegt-seins.

Anhand deiner Gefühle kannst du in jedem Augenblick überprüfen, ob du im Einklang mit deinem Seelenplan bist und dich auf deinem authentischen Weg befindest.

Du trägst einen ganz natürlichen, verlässlichen Kompass in dir, der dir in jedem Moment deines Lebens anzeigt, ob du dich auf Kurs befindest.

Deine Gefühle sind ein sofortiges Feedback. Durch Gefühle zeigt dir deine Seele, ob du authentisch dein wahres Leben lebst und deinen eigenen Weg gehst.

Warum vertrauen wir der Weisheit unserer Gefühle nicht?

Im Grunde ist es also ganz einfach. Als menschliche Wesen sind wir darauf programmiert, nach angenehmen Gefühlen zu streben und unangenehme Gefühle zu vermeiden. Wären wir im natürlichen Fluss, könnten wir unsere Lebensaufgabe bzw. Seelenplan gar nicht verfehlen. Wir würden einfach das machen, was uns am meisten Freude, Begeisterung, Enthusiasmus und Lebendigkeit beschert und könnten uns kaum verirren.

Doch das ist nicht die derzeitige Realität der meisten Menschen. Der Verstand schafft es, uns dazwischen zu grätschen und uns einzureden, dass es keine Alternative zu einem möglichst sicheren, komfortablen Leben gäbe. Dass das Leben nicht dazu da ist, einfach blind den Gefühlen der Freude und der Begeisterung zu folgen. Denn wo kämen wir hin, wenn das alle täten?

Wenn ich mir vorstelle, wo wir dahin kämen, schießen mir Tränen der Berührung in die Augen und ein überwältigender Schwall unsäglicher Liebe durchströmt meinen Körper.

Aber auch unser Umgang mit als unangenehm empfundenen Gefühlen führt dazu, dass wir uns selbst immer fremder werden und Leben führen, die nicht unsere sind.

Konstruktiver Umgang mit negativen Gefühlen

„Was den Umgang mit Gefühlen betrifft, leben wir in der Steinzeit.“ Teal Swan

Statt unangenehme Gefühle als die liebevollen Hinweise unserer Seele zu erkennen, die sie sind, haben die meisten Menschen einen ganz anderen Umgang mit als negativ empfundenen Gefühlen gelernt. Wir unterdrücken sie mit den unterschiedlichsten Strategien, sei es übermäßiges Essen, Alkohol, Fernsehen oder andere Ablenkungsmanöver. Im Laufe unseres Lebens werden wir nahezu meisterhaft darin, negative Gefühle zu verdrängen. Nur so können wir unser vielleicht bequemes, aber oft sinnentleertes, schmerzhaft eintöniges Leben ertragen, ohne irgendetwas ändern zu müssen.

Doch diese Strategie geht nicht auf. Gefühle lassen sich nicht wegmachen. Je mehr du sie unterdrückst, desto stärker werden sie in deinem Unterbewusstsein und desto mehr wirst du die Kontrolle verlieren. Sie werden immer lauter an deine Tür klopfen, bis du sie erhörst und sie in dein Herz lässt.

Mehr zum Thema: Wie dich unterdrückte Gefühle davon abhalten, dein wahres Potential zu leben

Nimm alle deine Gefühle dankbar als liebevollen Hinweis an und öffne dich für sie. Wenn du sie offen und bewusst durchfühlst, ohne sie zu bewerten, kannst du die falschen Annahmen und Glaubensmuster aufdecken, die hinter diesen negativen Gefühlen liegen und die der Auslöser sind.

Alles, was du „tun“ musst, ist das Gefühl bewusst anzunehmen und zu durchfühlen. Du wirst feststellen, dass sich Gefühle viel schneller auflösen, wenn du nicht gedanklich daran festhältst, indem du sie bewertest und wegmachen willst. Die Energie des Gefühls wird sich wandeln. Vielleicht wird aus Wut Angst und aus der Angst Trauer. Wenn du auch diese Trauer bedingungslos annimmst, verwandelt sie sich vielleicht in ein Gefühl des Gehalten-seins und der Zuversicht. Meiner Erfahrung nach stehen am Ende eines solchen Prozesses des bewussten Fühlens meist positive Gefühle der tiefen Erleichterung und Befreiung. Wenn du einen konstruktiven Umgang mit deinen Gefühlen lernst, werden negative Gefühle nur noch ein Intro zu einem wunderbaren Prozess sein, an dessen Ende nicht nur wundervolle, erhebende Gefühle stehen, sondern der dich auch ein Stück näher zu dir selbst bringt.

Unbewusst glauben viele Menschen, dass negative Gefühle sie überwältigen oder gar umbringen können. Das ist ein alter Glaubenssatz aus der Kindheit, der heute natürlich nicht mehr der Wahrheit entspricht. Für Kinder können intensive Gefühle tatsächlich schier überwältigend sein, doch als Erwachsene sind wir in der Lage, negative Gefühle zuzulassen und zu durchfühlen. Nur so verlieren sie ihre Macht über uns und unser Leben. Nur so können sie uns helfen, falsche Überzeugungen und hinderliche Glaubenssätze aufzudecken und zu überwinden.

Fazit

Es geht nicht darum, als unangenehm empfundene Gefühle zu verteufeln, sondern sie ganz im Gegenteil dankbar anzunehmen. Sie sind ein liebevoller Hinweis deiner Seele, wo du gerade stehst. Du darfst diesen gut gemeinten Hinweis annehmen und dich dafür öffnen, anstatt ihn so schnell wie möglich loswerden und nicht spüren zu wollen, um dann genauso weiterzumachen wie bisher.

Das geht nur über das Fühlen aller Gefühle. Wenn du deine Gefühle zulässt und sie bewusst durchfühlst, wirst du die falschen Überzeugungen und Glaubensmuster erkennen, die diese Gefühle auslösen. Du darfst dich dann wieder an die Wahrheit erinnern und wirst sie an Gefühlen der Liebe, des inneren Friedens, der Geborgenheit und Harmonie erkennen. Wenn du dich wieder an die Wahrheit erinnerst, wirst du auch den Mut und das Vertrauen aufbringen, deinen Gefühlen der Begeisterung, der Freude und Lebendigkeit zu folgen. Dann bist du wieder auf Kurs. ♥

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4 Kommentare

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  3. Wieder ein wundervoller Artikel mit einem tollen Fazit. Da bin ich ganz bei dir. Weg von der Stigmatisierung und Einteilung von Gefühlen in posititiv und negativ. Sie haben alle ihre Daseinsberechtigung und sind für uns Hinweis und Kompass auf dem Weg zu unserem wirklichen Selbst. Danke dir für diese inspirierenden Worte 💛!

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